Pünktlich zum Beginn des Schuljahres Mitte September 2024 wurde das neue Schulgebäude der Wahat al-Farah (Oase der Freude) in Bkeftine fertiggestellt, das vom Verein Orienthelfer mit Mitteln des Bundesministeriums für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) finanziert wurde. Dies war eine beeindruckende Leistung aller Beteiligten der Oase, die trotz aller Schwierigkeiten keine Mühen scheuten, um das Bauprojekt rechtzeitig abzuschließen. Eine offizielle Eröffnung konnte aufgrund der aktuellen Sicherheitslage im Libanon noch nicht stattfinden. Am Eingang des neuen Gebäudes stehen die deutsche und die libanesische Flagge neben der Flagge der Oase der Freude, die im neuen Bau ihre pädagogische und inklusionsfördernde Arbeit effektiver fortsetzen kann. Wir freuen uns sehr über diese große Investition in die friedliche Entwicklung des Libanon. Trotz der herausfordernden Lage, auch im Norden des Libanon, läuft das Schuljahr weiter. Wir freuen uns sehr über diesen großen Erfolg und sind dankbar!
Aktive Hilfe für Vertriebene – Zubereitung von Mahlzeiten
Wie die Medien berichten, sind seit einigen Wochen über eine Million Menschen im Libanon auf der Flucht. Sie haben den Süden des Landes verlassen, um Schutz vor Luftangriffen und Bombardements in anderen Regionen zu suchen. Hunderttausende von ihnen sind im Norden angekommen und benötigen Unterstützung. Die Oase der Freude beteiligt sich aktiv an den Hilfsmaßnahmen. Jeden Tag werden dort 1.500 Mahlzeiten zubereitet und an Binnenvertriebene verteilt. Das Projekt wird von der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) im Auftrag des BMZ finanziert und ist Teil eines „Cash for Work“-Programms, das in Zusammenarbeit mit dem libanesischen Sozialministerium durchgeführt wird. Ursprünglich zielte dieses Projekt darauf ab, kurzfristige Beschäftigungsmöglichkeiten für Libanesinnen und Libanesen zu schaffen. Durch die Arbeit in Gemeinschaftsküchen erhalten die Beschäftigten dringend benötigtes Bargeld und helfen dabei, Binnenvertriebene zu versorgen. Im Rahmen dieses Projekts sind mehrere Menschen mit Behinderungen aus Wahat al-Farah und viele lokale Arbeitskräfte aktiv an der Zubereitung von Mahlzeiten in der Gemeinschaftsküche beteiligt. Diese Helferinnen und Helfer unterstützen die Produktion und Verteilung der Mahlzeiten und erhalten dafür ein tägliches Taschengeld.
Zahnarztklinik findet großen Zuspruch
Auch die von unserem Verein maßgeblich finanzierte Zahnarztklinik an der Oase funktioniert erfolgreich (Fotos Nr. 8-10). Hier können geistig Behinderte kostenlos von dem freiwilligen Zahnarzt Dr. Bassam Borgi behandelt werden. Es sei erwähnt, dass die Fertigstellung der Klinik im letzten Frühjahr auch durch eine Spende des Rotary Clubs Erlangen-Schloß ermöglicht wurde, wofür wir und unsere libanesischen Freunde sehr dankbar sind. Die Oase benötigt weitere finanzielle Unterstützung, um das zweite Behandlungszimmer fertigzustellen.
Abschließend bleibt die Hoffnung, dass die verheerenden Kriegshandlungen im libanesischen Süden bald enden und wieder friedliche Verhältnisse im Nahen Osten einkehren. Die Olivenbäume rund um die Oase der Freude stehen als Symbol für den sehnlichen Friedenswunsch der Libanesinnen und Libanesen. Möge dieser Wunsch bald in Erfüllung gehen!







